Mitwirkung an der Konzeptentwicklung zur Unterstützung von Kommunen bei der strategischen Förderung des Fußverkehrs.

Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Bemühungen zur Verbesserung der Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger in Städten interessieren.

Mehr Gehen in der Stadt reduziert die Luftverschmutzung durch Staub und CO2-Emissionen und den damit einhergehenden Klimawandel und ist die energieeffizienteste Mobilität überhaupt. Fußgängerinnen und Fußgänger verursachen wenig Lärm und sparen Platz. Sie verbessern insgesamt die ökologische Bilanz und gleichzeitig die soziale Nachhaltigkeit im öffentlichen Raum. Dennoch wurde der Fußverkehr bisher als einziger Teil des Umweltverbundes lediglich kommunal und weitestgehend punktuell betrachtet.

Unsere Bemühungen für die Erarbeitung und verkehrspolitische Einordnung eines Masterplans für die Förderung des Fußverkehrs in Deutschland, vergleichbar mit dem nationalen Radverkehrsplan NRVP, sind bisher gescheitert. Das Vorhaben hat derzeit auf der bundespolitischen Bühne offensichtlich nur geringe Chancen. FUSS e.V. hat deshalb neben den lobbyistischen Aktivitäten in den letzten Jahren landesweite oder örtliche Initiativen unterstützt und dies zumindest in Ansätzen mit Erfolg. Einige Bundesländer und eine zunehmende Anzahl von Städten zeigen aufgrund unterschiedlicher aber miteinander vernetzter Herausforderungen (Klima, Lärm, Luft, Gesundheit und Bewegung, Verkehrssicherheit und soziale Sicherheit, Barrierefreiheit, Erhalt der regionalen Gewerbe, etc.) nicht nur Interesse an der Förderung des Fußverkehrs, sondern entwickeln Ansätze zur Umsetzung von Maßnahmen.

Genauso wie beim Radverkehr sind auch für den Fußverkehr zuerst argumentative Impulse notwendig und dann eine praxisnahe Zusammenstellung von Handlungsempfehlungen. Mit dem Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“ wollen wir diese Lücke mit einem „von unten“ entwickelten Konzept für kommunale Fußverkehrsstrategien schließen. Dabei soll es nicht nur um Straßen und Plätze als Verkehrswege, sondern auch um die soziale Nachhaltigkeit, also um den Zugang für alle Bevölkerungsgruppen zum öffentlichen Raum gehen. Der Anteil der zurückgelegten Fußwege ist nur im Zusammenhang mit der Verbesserung der Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Das Projekt konnte dank Ihrer Spenden und durch eine Förderung des Umweltbundesamtes und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im April 2016 gestartet werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Fachleute wurden befragt, was ihrer Meinung nach in einer kommunalen Fußverkehrsstrategie behandelt werden sollte. Erstmals in Deutschland wurde ein bundesweiter Fachbeirat gebildet, der das Projekt kritisch begleiten wird. Bis Ende September haben sich 37 Städte aus Deutschland darum beworben, als Modellstadt an der Entwicklung eines praxisnahen Handlungsleit­fadens mitzuarbeiten. Dies ist ein großer Erfolg.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnten fünf Modellstädte ausgewählt werden. Wir würden gerne aufgrund des großen Interesses weitere Städte einbinden. Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, Bundesverbände mit unterschiedlichen Schwer­punk­ten anzusprechen. Doch sind Fördermittel begrenzt. Wir bekommen eine Fehlbedarfsfinanzierung und müssen einen fünfstelligen Betrag als Eigenmittel aufbringen. Helfen Sie mit, unseren „Spielraum“ zu erweitern. Das Projekt hat ein gro­ßes bewusstseinsbildendes Potential!

Aktuelle Informationen zu unserem Projekt finden Sie auf der Website www.fussverkehrsstrategie.de.

Sie können uns bei diesem Vorhaben unterstützen:

  • Wenn Sie Interesse an Mitarbeit bei der Erstellung inhaltlicher Medien für die Öffentlichkeitsarbeit oder der Entwicklung von Umsetzungsstrategien haben, nehmen Sie bitte mit FUSS e.V. Kontakt auf.
  • Bei der Förderung handelt es sich um eine sogenannte Fehlbedarfsfinanzierung und das bedeutet, dass wir als Verein etwa 25.000,- Euro als Eigenmittel aufbringen müssen. Das ist für den FUSS e.V. sehr viel Geld und deshalb möchten wir noch einmal ganz eindringlich um Unterstützung bitten auf das Konto:
    FUSS e.V. DE74 1001 0010 0226 2651 06
    mit dem Betreff „Fußverkehrsstrategie“. Vielen Dank.

FUSS e.V. ist gemeinnützig, Spenden können Sie daher bis zu einem Anteil von 20% des “Gesamtbetrages der Einkünfte” (entspricht bei Arbeitnehmern ohne andere Einkünfte dem Bruttoverdienst minus der Werbungskosten) von der Steuer absetzen. Sie erhalten automatisch eine Spendenbescheinigung.

Bisher finden Sie einige Informationen auf der Website des FUSS e.V. in der Rubrik Themen unter Förderung des Fußverkehrs in Städten und Dörfern sowie Aspekte der Stadtplanung und Planungsbeispiele. Außerdem berichten wir in unserer Vierteljahreszeitschrift mobilogisch! regelmäßig über die damit zusammenhängenden Themen. Einzelhefte dieser Zeitschrift für Ökologie, Politik & Bewegung können Sie in unserem Online-Shop in der Rubrik Zeitschrift bestellen.

Alle unsere Aktivitäten werden aus Vereinsmitteln und durch ehrenamtliches Engagement entwickelt. Auch die von der FUSS e.V.-Bundesgeschäftsstelle kontinuierlich durchgeführte direkte Beratung von Interessierten wird nicht in Rechnung gestellt. Zur Bewerkstelligung dieser Aufgaben bittet der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. dringend um Spenden. Wir würden uns natürlich auch über Ihrer Mitgliedschaft freuen, weil diese eine kontinuierlichere Absicherung unserer Tätigkeiten darstellt.