40 Jahre fürs Gehen: Unser Fortschritt zu Fuß

Genau am Wahltag wird Deutschlands Fußgängerlobby 40 Jahre alt: Am 23. Februar 1985 gründeten Engagierte in Berlin den FUSS e.V.. Damals galt das Zufußgehen als ein Randthema des Verkehrs; jetzt ist es in der großen Politik angekommen.

Nach 40 Jahren zäher Arbeit durften wir in jüngster Zeit große Früchte ernten. Erst in der vorigen Woche hat die Bundesregierung die erste Nationale Fußverkehrsstrategie beschlossen: mehr Geld, mehr Raum und mehr Pläne für den Fußverkehr. Vor drei Monaten gab es eine wichtige Reform im Geh-Recht: Straßenverkehrsgesetz und Straßenverkehrsordnung sind novelliert. Das erlaubt mehr sichere Zebrastreifen, Tempo 30 und größeren Raum fürs Gehen. Und das Bundesverwaltungsgericht stellte 2024 klar, dass Gehwege zum Gehen und nicht zum Parken da sind und die Städte das weit verbreitete Schwarzparken unterbinden müssen.

Auch für die nächste Regierung ist viel zu tun, vor allem für die Sicherheit. Alle zwölf Minuten wird in Deutschland ein Mensch zu Fuß angefahren; vor allem Ältere trifft es dabei schwer. Es braucht weniger Tempo und Kreuzungen, über die alle gut und sicher zu Fuß kommen. Gehwege sind weder zum Parken noch zum Fahren mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern da.

Die nächste Regierung sollte die Chancen nutzen, die das Gehen bietet: Es belebt die Städte, Dörfer und lokale Wirtschaft, es fördert die Gesundheit und braucht, pro Person gerechnet, weniger Geld und knappen Raum als jeder Fahrverkehr. Nicht zuletzt schützt es das Klima: Gehen macht fast keinen ökologischen Fußabdruck. Einsatz für gutes Gehen lohnt sich – der FUSS e.V. geht motiviert in die nächsten 40 Jahre.

Unsere ausführliche Chronik der jüngsten 40 Jahre steht hier.

Die Karikatur von kittihawk ist nicht für uns gemacht, aber passt wunderbar. Wir danken ihr für die Erlaubnis, sie zu posten!

20.02.25