Die Verordnung für E-Roller und ähnliche Geräte ging heute durchs Bundeskabinett; damit droht auch erstmal die Zulassung auf Gehwegen. Nach internationalen Erfahrungen drohen Tote und Verletzte: So hat Madrid die E-Roller-Zulassung zurückgenommen, nachdem eine 90-jährige Dame mit einem solchen Gerät getötet wurde.

In Deutschland darf es nicht zu einem derartigen Menschenversuch kommen, in den 80 Millionen Fußgänger ungefragt einbezogen werden. Es wäre ähnlich, als dürfte ein Pharma-Hersteller eine Pille ins Trinkwasser mischen, die sich im Ausland schon als schädlich erwiesen hat.

Noch können die Bundesländer Andreas Scheuers zynischen Großversuch stoppen: Am 4. Und 5. April diskutiert die Verkehrsminister-Konferenz die E-Roller. Im Mai sollen sie Thema im Bundesrat sein, der der Verordnung zustimmen müsste. Wir appellieren dringen an die Zuständigen in den Bundesländern, keine E-Roller auf Gehwegen zuzulassen.

Die von Scheuer dort vorgesehenen Geräte sind Spielzeuge für Kinder ab 12 Jahren. Jugendliche gehen zum Fußballspiel auf Bolzplätze. Sollte es entsprechenden Bedarf an E-Scooter-Spielen geben, dann kann man zum Beispiel nachmittags Schulhöfe öffnen. Auf dem Gehweg zwischen den schwächsten Verkehrsteilnehmern haben sie nichts verloren.

 

Hier unsere Synpose zur Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung mit Änderungen und Begründungen zum Download