Wir fassen uns kurz, weil hier wenig erklärt werden muss:

Ein durchschnittlicher Fußweg braucht 191 Kilojoule körperliche Energie, meist tut uns das gut. Eine durchschnittliche Autofahrt braucht 25.000 Kilojoule im Motor; gut ist das weder für den Fahrer noch für den Rest der Welt. [1]

Durch den Autoverkehr gelangen pro Kopf in Deutschland jährlich 1.400 Kilogramm CO2 in die Erdatmosphäre. Der Fuß- und Radverkehr trägt zum Klimawandel pro Kopf und Jahr nur etwa 1 Kilogramm CO2 bei. [1] Ein hübsches Paradoxon: Ausgerechnet das Gehen hinterlässt fast keinen ökologischen Fußabdruck. Eigentlich müsste es nicht Fuß-, sondern Reifenabdruck heißen.

Autoverkehr macht den meisten und meist beklagten Lärm. Für den Verkehr auf leisen Sohlen findet sich in einschlägigen Tabellen noch nicht einmal ein gemessener Schallwert. [2]

Gehen ist nicht nur Umweltschutz, sondern auch das wichtigste Alltagsmittel zur Umwelt-Wahrnehmung: Wir spüren Wetter und Jahreszeit, sehen Pflanzen und hören Vögel. Wir werden aber auch besonders sensibel gegen Umweltbelastungen – verschmutzte Luft, Lärm, monotone und lebensfeindliche Asphalt- und Beton-Areale. Wir sind behindert und gefährdet durch Raserei und geparktes Blech auf unseren Wegen und Überwegen. Wir nehmen unsere Umwelt nicht als Wechselkulissen hinter der Glasscheibe wahr, sondern erleben von ihr als bei jedem Fahren.

 

 

[1] Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Österreich Fußverkehr in Zahlen S.78

[2] HUG Industrietechnik und Arbeitssicherheit GmbH Typische Schallpegel